Sachwerte sind Gewinner der Finanzkrise
In einem Interview mit der Frankfurt Allgemeinen Sonntagszeitung sagte der neue Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer, dass er in wenigen Jahren mit einer Inflationsrate von fünf Prozent rechnet Als Ursache für das steigende Inflationspotenzial sieht Mayer die Notprogramme der Regierungen gegen die Rezession. Es sei zu befürchten, dass Länder nicht rechtzeitig aus den Programmen aussteigen und das billige Geld nicht rechtzeitig einziehen würden. Folge wäre eine Geldentwertung wie seit den neunziger Jahren nicht mehr. Deutschland kommt nach Einschätzung Mayers besser aus der Rezession als erwartet. Die Wirtschaft werde 2010 um zwei Prozent wachsen und damit deutlich mehr als im Euroraum. „Nach einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um fünf Prozent in diesem Jahr wächst Deutschland 2011 dann voraussichtlich um 1,4 Prozent und wird zur Wachstumslokomotive Europas.“
Wie soll der Anleger reagieren? Nach Berechnungen der Allianz hat die Finanzkrise die Privathaushalte bislang rund 110 Milliarden Euro gekostet. Damit ging das Geldvermögen der Deutschen im Jahr 2008 zurück wie nie zuvor. Am Jahresende lag das Bruttogeldvermögen bei 4,49 Billionen Euro – rund 2,5 Prozent weniger als Ende 2007. Das Minus fiel größer aus als 2002 als nach dem Platzen der Internetblase das Geldvermögen um knapp ein Prozent geschrumpft war. Damals waren jedoch ausschließlich die betroffen, die in entsprechende Werte investiert hatten. Die Finanzkrise zieht dagegen ihre weiten Kreise und jeder Teilnehmer des wirtschaftlichen Geschehens war bzw. ist davon berührt. Die Strategie der meisten Anleger ist momentan das Spiel auf Zeit. Abwarten und Tee trinken – bloß keine Entscheidung in Sachen Geldanlage treffen. In der Schockstarre zu verharren, schadet jedoch in erster Linie dem eigenen Vermögen. Nicht Handeln bedeutet schlichtweg Geldentwertung.
Die Inflation ist eine Gefahr für den Wohlstand. Deshalb sollte man sich vor der Geldentwertung schützen. Das Tagesgeldkonto oder das Sparbuch sind bei einer Inflation stark gefährdet. In einer Finanzwelt, die gerade Kopf steht, investiert man sein Vermögen am Besten in Sachwerte. Existente Dinge wie Wälder, Immobilien, Solarfonds oder Holzkraftwerke. Deshalb sind die Gewinner der Finanzkrise zweifellos Sachwerte, denn sie verheißen dem Anleger mehr Nähe zum realistischen Wert einer Beteiligung. Nicht allein wegen ihres Sachwerts punkten sie bei vielen Anlegern. Während beispielsweise Aktionäre unter massiven Kursverlusten litten und selbst Anleihebesitzer große Einbußen hinnehmen mussten, konnten sich Anleger im Bereich geschlossener Beteiligungen wenn auch nicht immer über eine Ausschüttung, dann zumindest weitgehend über den Substanzerhalt freuen. Ein Investment in Sachwerte ist zum momentanen Zeitpunkt wichtiger denn je. Jetzt den Kopf in den Sand zu stecken, ist keine Lösung! Die Branche bietet viele interessante Assetklassen und spannende Beteiligungsmodelle. Anleger, die jetzt wieder offen für Geldanlagen sind, werden zu Gewinnern der Krise!
Quelle BIT-Treuhand