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Großanleger setzen weiter auf Nachhaltigkeit

23.06.2010

Studie:

Zwei Drittel der deutschen Profianleger sind in ökologisch, sozial oder ethisch ausgerichtete Anlageprodukte investiert. Waren es im vergangenen Jahr noch 64 %, so hat sich ihr Anteil aktuell auf 68 % erhöht. Dies ist eines der Ergebnisse
der zweiten Studie von Union Investment zu nachhaltigen Investments bei institutionellen Investoren. Daran hatten sich 242 Großanleger wie Versicherungen, Pensionskassen, Banken und Stiftungen beteiligt.


NACHHALTIGKEIT UNTERSTÜTZT DAS RISIKOMANAGEMENT
Als wichtigstes Motiv für die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien sehen professionelle Anleger die Chance zur Optimierung ihres Risikomanagements. 74 % aller nachhaltig investierenden Anleger gaben dies als Grund für ihr Engagement an – ein Anstieg um vier Prozentpunkte gegen - über dem Vorjahr.


IMAGEVERBESSERUNG DURCH NACHHALTIGES INVESTIEREN
Die Außendarstellung der Investoren spielt bei der Entscheidung für nachhaltige Investments ebenfalls eine große Rolle. Knapp 74 % sehen darin eine Verbesserung ihres Images und 72 % nützliche Chancen für ihre PR- und Marketingaktivitäten. 70 % der Großanleger reagieren mit nachhaltigen Anlagen auf die Nachfrage ihrer Kunden oder Mitglieder. Beide Motive nahmen in ihrer Bedeutung gegenüber dem Vorjahr leicht zu. Verbesserte Renditeerwartungen spielen demgegenüber eine eher untergeordnete Rolle. Dieses Motiv nannten lediglich 40 % der Studienteilnehmer.


NACHFRAGE STEIGT WEITER - ABER LANGSAMER
Auf Sicht von 5 Jahren erwartet die Mehrheit der Großanleger (55 %)
eine positive Marktentwicklung bei nachhaltigen Anlageprodukten. Im
Vergleich zum Vorjahr ist jedoch eine deutlich gebremste Entwicklung
bei der eigenen Investitionstätigkeit zu beobachten. Auf 5-Jahres-Basis
wollen die Anleger ihre Nachhaltigkeitsquote gegenwärtig nur noch
um durchschnittlich 51 % erhöhen. Im Jahr zuvor war das Wachstum
noch mit 106 % angegeben worden. Die Einstellung der Investoren ist
zunehmend durch Verunsicherung geprägt. Dies kann auch auf einen
leicht gesunkenen Kenntnisstand zurückzuführen sein. Bezeichneten
im Vorjahr noch 37 % der Befragten ihre Kenntnisse als gut oder sehr
gut, sind es aktuell nur noch 30 %. Im Durchschnitt stufen die Anleger
ihr Wissen als weder besonders gut noch besonders schlecht, also auf
mittlerem Niveau ein. Dass die meisten Investoren hier Verbesse rungs -
potential sehen, zeigt die Frage nach dem Beratungsbedarf im eigenen
Hause. 61 % bezeichnen diesen als hoch oder sehr hoch.
Verbesserungsbedarf sehen institutionelle Anleger auch bei den
Vermögensverwaltern.


Quelle: Pressemeldung von Union Investment vom 20. Mai 2010

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