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Marktchance PPA: Neuer Trend zur Direktvermarktung von Strom und Vorteile aus Investorensicht

08.10.2019

In der Fachwelt ist das Thema Power Purchase Agreements (PPA) gegenwärtig in aller Munde. Was steckt dahinter und welche Bedeutung hat dieser Trend zur Direktvermarktung von Strom aus Investorensicht?

Lesen Sie dazu unser heutiges Hintergrundgespräch.

Im Gespräch Karsten Reetz, reconcept-Geschäftsführer, über den Trend zur Direktvermarktung von Strom und die Vorteile aus Investorensicht

Marktchance PPA: „Grüne PPA sind die neuen Treiber der Energiewende.“

Herr Reetz, Die Fachwelt spricht von PPA. Um was geht es?

Diese Power Purchase Agreements, kurz PPA, sind nichts anderes als langfristige Stromabnahmeverträge für einen Wind- oder Solarpark. Über den PPA-Vertrag wird zwischen Stromerzeuger und Abnehmer ein Festpreis je eingespeister Kilowattstunde vereinbart – subventionsfrei und unabhängig von der Strombörse und zumeist über eine lange Laufzeit von 10 bis 15 Jahren. Das gibt Planungssicherheit für beide Seiten, ist also eine echte Win-Win- Strategie. Grüne PPA sind die neuen Treiber der Energiewende, sie beschleunigen den Ausbau von Wind- und Solarparks bei abnehmender Fördernotwendigkeit.

Wie üblich sind PPA?

Diese Form der Direktvermarktung von grünem Wind- oder Solarstrom wird mehr und mehr zum Marktstandard. Allein im ersten Halbjahr 2018 wuchs das globale Volumen von Power Purchase Agreements um 25 Prozent auf 7,2 Gigawatt, ermittelte der Informationsdienst Bloomberg New Energy Finance. Betreiber von Erneuerbaren-Energien-Anlagen bieten PPA eine lukrative Alternative zu geförderten Stromeinspeisetarifen. In Deutschland wurde das EEG bekanntlich durch das Ausschreibungsverfahren ersetzt; feste staatliche Fördersätze gibt es nicht mehr. Auch weltweit sind solche Feed-in-Tarif-Systeme deutlich auf dem Rückzug. Zudem fallen ab 2020 hunderte Windenergieanlagen komplett aus der EEG-Förderung. Für alle diese Anlagen sind PPA ein attraktives Modell. Dank der langfristig gesicherten Finanzierung können neue Anlagen ohne oder mit nur geringer Förderung errichtet werden. Denn PPA geben den Erzeugern die Sicherheit, dass der produzierte Strom abgenommen wird – und dies zu einem vertraglich festgelegten Festpreis.

Warum entscheiden sich Unternehmen dazu, über PPA grünen Strom einzukaufen?

Erfolgreiche Unternehmen und Konzerne verfolgen bevorzugt langfristige Strategien und planen zunehmend im Kontext von Nachhaltigkeitsstrategien – und dies nicht nur aus Imagegründen, sondern auch mit Blick auf eine vernünftige Kostenkalkulation. Denn aller Voraussicht werden die Strompreise auch für Betriebe zukünftig eher steigen als fallen, zudem wird eine CO2-Besteuerung immer wahrscheinlicher. Immer mehr Unternehmen machen daher Ernst beim Thema Klimaschutz und wollen schrittweise CO2-neutral werden. Dafür investieren sie in Energiesparmaßnahmen und Energieeffizienz, aber auch in CO2-Kompensationsmaßnahmen wie den Direktbezug von sauberen Strom.

Welche Unternehmen haben denn bereits PPA unterzeichnet?

Vorneweg fährt die Deutsche Bahn bei der Nutzung Erneuerbarer Energien: Bereits 2011 schloss das Unternehmen einen grünen PPA-Vertrag ab – einen der ersten in Europa. 2018 sorgten vor allem zwei PPA für Aufsehen: So wurden Großaufträge für neue Windparks in Finnland für Google und Apple direkt verhandelt und vereinbart. Grüner Windstrom versorgt dort die sehr energieintensiven Rechenzentren. Wir sehen ein großes Potenzial für PPA, denn immer mehr Global Player verpflichten sich, 100 Prozent ihrer Energieversorgung aus Erneuerbaren Energien zu beziehen. Vattenfall, Mercedes Benz, BMW, Siemens, Philips, Bosch, die Deutsche Bahn AG, Ikea – alle wollen CO2-neutral werden.

Setzt auch reconcept auf diese Vermarktungsstrategie?

Aber ja, der Trend zu PPA ist ja weltweit zu beobachten und bietet auch unserem Unternehmen attraktive Vermarktungschancen – beispielsweise in Finnland und Kanada. Staatliche Fördertarife bleiben aber weiterhin attraktiv. Doch nicht immer passen die Bedingungen für die EEG-Ausschreibungen bzw. Feed-in-Tariff-Systeme zu unserer Projektentwicklung, beispielsweise hinsichtlich geplanter Leistungsgrößen oder auch mit Blick auf Fristen. PPA sind dann eine attraktive Alternative – sorgen sie doch für Stabilität unabhängig von der Preisentwicklung am Energiemarkt. Vor allem ist das Investitionsrisiko geringer, da die Abnahme durch den PPA-Partner garantiert wird. Das senkt die Kapitalkosten und erhöht die Kreditfähigkeit der Projekte. Hiervon profitieren natürlich auch mittelbar alle beteiligten Privatinvestoren.

Quelle reconcept

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