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Unabhängigkeit von russischem Erdgas

27.08.2014

Die Abhängigkeit vieler EU-Staaten von Erdgaslieferungen aus Russland ist durch den Konflikt mit der Ukraine wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt. Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) haben dazu in einem Gutachten gezeigt, dass Deutschland bei einer konsequenten Umsetzung der Energiewende bereits 2030 keine Erdgaslieferungen aus Russland mehr benötigen würde. Dazu sei ein rascher Ausbau der erneuerbaren Energien erforderlich, auch müssten Maßnahmen für mehr Energieeffizienz und Anreize für neue Wärmekonzepte diesen begleiten. Es sei möglich, insgesamt rund 400 Terrawattstunden Erdgasimporte pro Jahr einzusparen, was der in 2013 aus Russland importierten Menge entspricht.

Die Fraunhofer-Forscher stellen aber auch klar, dass das Tempo der Energiewende, wie es die große Koalition mit ihrer aktuellen Reform des Erneuerbare- Energien-Gesetzes (EEG) anvisiert, für eine Unabhängigkeit von russischen Erdgaslieferungen ab 2030 nicht ausreicht. Die neuen Ausbauziele für Photovoltaik, Windkraft und Biomasse begrenzen den Zubau neuer Anlagen eher, anstatt ihn anzuregen. Mit den gegenwärtigen Ausbauzielen wäre Deutschland noch bis 2050 auf russische Erdgaslieferungen angewiesen.

Dagegen könnte die Bundesrepublik durch eine forcierte Energiewende schon kurzfristig den Erdgasverbrauch deutlich verringern. Bis 2020 seien Einsparungen von ca. 16% möglich, bis 2030 ca. 40% und bis 2050 ca. 85%. Bei einer Umsetzung der Energiewende nach den derzeitigen Plänen der Bundesregierung würde man dagegen bis 2020 die Erdgasimporte nur um 9% verringern können und bis 2050 dann lediglich um ca. 36%, so das Gutachten.

Nach Berechnungen der Experten von Fraunhofer müssen bis 2028 rund 300 Milliarden Euro aufgewendet werden, um den Erdgasbedarf wie angestrebt zu verringern. Investiere man diese Summe in den Ausbau der erneuerbaren Energien sowie in neue Wärmekonzepte und mehr Energieeffizienz, würden danach aber die deutschen Energiekosten sinken. Quelle: Wattner Connect GmbH

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